Die Methode der operativen Gruppe geht davon aus, dass jede Gruppe sich um eine Aufgabe formiert. Mit Hilfe der Deutung des Gruppenprozesses und der Beziehung der Gruppe zu ihrer manifesten und latenten Aufgabe, erarbeitet sich die Gruppe ein Bewusstsein ihrer Arbeitsweise und ihrer dabei angewendeten Vorstellungen. Dabei differenzieren sich die verschiedenen Aspekte der Aufgabe, für welche die Gruppe ihre eigenen Lösungen findet. Wichtige Perspektiven im Verstehens- und Deutungsprozess sind das Zusammenspiel der Mitglieder und der von ihnen übernommenen Rollen in der Auseinandersetzung mit ihrer Aufgabe, die geprägt werden durch Vorstellungswelten, Rollenmuster und Erfahrungen aus früheren Zugehörigkeitsgruppen, insbesondere der Herkunftsfamilie. Die institutionelle Perspektive untersucht das Zusammenspiel von mehreren Gruppen, die einer Institution angehören.
Die Methode der operativen Gruppe zeichnet sich durch ein spezifisches Setting und die Arbeitsweise der Equipe aus, die idealerweise aus Koordination und Beobachtung besteht.
Anwendungsmöglichkeiten sind Familien- und Paartherapie, Gruppentherapie, Teamsupervision, Fallsupervision, Organisations- und Projektentwicklung und ähnliches mehr.
Fachperson: M. Straub
