Blick aus dem Konsultationszimmer des Psychiaters

Psychiater und delegierte Psychotherapie

Das psychiatrische Angebot der Praxisgemeinschaft 4P setzt sich zusammen aus Therapien, die der Psychiater selbst durchführt und den durch Fachpsychologinnen durchgeführten sogenannten delegierten Psychotherapien. Diese Behandlungen sind durch die Grundversicherungen der Krankenkassen gedeckt.

Der Psychiater, resp. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in der Praxisgemeinschaft 4P arbeitet in erster Linie psychotherapeutisch nach den Methoden der integrativen Psychotherapie. Menschen mit den verschiedensten Schwierigkeiten und Problemen können sich an ihn wenden. Einfachere und schwerere Störungen sowie die Behandlung akuter Krisen gehören in sein Fachgebiet.

Als Mediziner kann er auch körperliche Aspekte eines möglicherweise psychischen Leidens beurteilen und entsprechend intervenieren.

Wo notwendig verabreicht der Psychiater, im Einverständnis mit den Patienten, Psychopharmaka oder stellt auch entsprechende Rezepte für die Patienten der delegiert arbeitenden Psychologinnen aus. Im Bedarfsfall nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stellung.

Delegierte Psychotherapie

Delegierte Psychotherapie bietet Personen, die eine Psychotherapie durch einen Fachpsychologen für Psychotherapie wünschen, die Möglichkeit, diese zu Lasten der Grundversicherung der Krankenkassen durchzuführen, sofern es sich um die Behandlung eines Leidens mit Krankheitswert handelt.

In sogenannter Delegation des Psychiaters an den Psychologen können alle Formen psychotherapeutischer Behandlung durchgeführt werden. Sie erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Psychiater und erlauben im Bedarfsfall auch medikamentöse Unterstützung. Die Patienten können sich direkt bei der entsprechenden Fachpsychologin anmelden.

Delegierte Psychotherapie ist eine unglückliche Übergangslösung, die mangels gesetzlicher Grundlagen Anfang 80er-Jahre ins Leben gerufen wurde, denn Psychotherapie ist grundsätzlich unausweichlich an die Person des Therapeuten gebunden und daher nicht delegierbar. Mit dem Inkrafttreten des Psychologieberufegesetzes am 1. April 2013 sind an sich die Voraussetzung geschaffen worden, die psychologischen Psychotherapeuten als selbständige Leistungserbringer analog zu den ärztlichen Psychotherapeutinnen in die Grundversicherung aufzunehmen.

Zur Diskussion steht seither ein Anordnungsmodell, bei dem der Arzt eine Psychotherapie anordnet, die psychotherapeutischen Leistung dann aber in vollständig eigener Verantwortung der Psychotherapeutin erbracht werden. Wann und ob diese Regelung je in Kraft treten wird ist jedoch Gegenstand unabsehbarer politischer Winde und Entwicklungen.

Krisenintervention

Krisenintervention bietet Menschen, die sich in einer psychischen Notlage befinden, schnellstmögliche Unterstützung.

Die Krise kann entweder plötzlich eingetreten sein oder sich allmählich bis über die Leidensgrenze entwickelt haben.

Die Krisenintervention umfasst im Wesentlichen die Problemanalyse und die Beurteilung des weiteren Vorgehens. Oft wird in der Krisensituation eine engmaschige Betreuung und eine medikamentöse Unterstützung notwendig, nicht selten gefolgt von einer eigentlichen Psychotherapie.